Menü Schließen

Blog

Berufung / Berufsorientierung junger Menschen – Nachgedacht

#Chill mal

Nun bin ich fast 50 Jahre alt. “Chill mal…” höre ich ab und zu durch die Hausflure hallen. Was ist uns Eltern wichtig? Gesundheit für unsere Lieben und vor allem, dass aus unseren Kindern etwas wird, dass Sie einen “richtigen” Beruf ausüben, vielleicht dass Sie es mal besser haben sollen wie wir, dass Sie nicht die gleichen Fehler machen mögen.

Ein Traum wäre es doch, absolut genial – wenn Sie unsere Träume weiterleben, dass was wir aufgebaut haben weiterleben – unser endliches Leben – unser Lebenswerk weiter leben, bestenfalls weiterentwickeln (am besten nach unserem Ableben, denn wir wollen aufgrund unserer Lebenserfahrung doch allzu gerne die Zügel des Lebens in der Hand halten)

#Am Anfang lag der Zauber

Am Anfang stand der Kinderwunsch, dann einer der schönsten Tage im Leben der Eltern: “Alles bleibt anders” (so lautete übrigens der Titel über die Geburt meiner Tochter Marlene – Wunschkind Nummer Drei, manchmal Engelchen und manchmal ein Engel mit kleinen oder etwas größeren Hörnern). Wir können uns gut erinnern, an das erste Lachen, die erste volle Windel, die Blähungen, das Zahnen, die Vorkindergartenbetreuung, die erste Platzwunde, die zweite Platzwunde, Laufrad, der Kindergarten, das Loslassen, Fahrrad, der erste Schultag, Skifahren, die gebastelten Schultüten, das Seepferdchen,  Sandburgen bauen am Meer, die Frage nach der weiterführenden Schule (“unser Kind muss auf das Gymnasium”, erlebte ich als Zaungast, obgleich es gar keine Gymnasialempfehlung gab), die Erkenntnis, dass der Wunsch manchmal größer ist als die Fähigkeiten und Potenziale der eigenen Schützlinge schmerzt in unserer Leistungsgesellschaft oftmals – der erste Abschluss (Hauptschule / Gemeinschaftsschule) – die Entscheidung wie es weitergehen soll… usw.

#Wie gut kennen wir unsere Kinder wirklich?

Warum schreibe ich dies alles? Wir Eltern glauben unsere Kinder so richtig gut zu kennen, da wir ja Ihre Entwicklung meist sehr aktiv begleitet haben. Nur kennen wir Sie wirklich? oder sind wir “etwas” befangen – quasi “betriebsblind”, wollen wir nicht unsere Träume (die Metzgerei, das Autohaus, der eigene Laden, die Arztpraxis, die Anwaltskanzlei, etc. ) und unseren Ziele in Ihnen weiterleben lassen. Wollen wir, dass Sie “unsere” Fehler machen? Nein, dass wollen wir vermutlich nicht.

#Loslassen, neutrale “Berufungsorientierung” anbieten

Nur wer loslässt hat zwei Hände frei, habe ich vor ein paar Tagen im Netz gelesen. Dazu gehört viel Mut und Vertrauen. Unsere Kinder zu unterstützen – idealerweise unabhängig von unserer eigenen Meinung, welche Potenziale, Wünsche, Fähigkeiten Sie in sich entdecken, wenn wir Ihnen den notwendigen Raum zu geben.

Wenn wir das schaffen, dann sind wir einen großen Schritt weiter. Dann lebt unser Traum weiter. Denn wir wollen doch in unserem Herzen, dass unsere Kinder glücklich werden, Ihr Leben genießen, Ihre Berufung finden und Ihre Berufsträume selbst in die Tat umsetzen. Wie stolz wir sein können, wenn wir es zulassen und verstehen, dass das Leben unserer Kinder in Ihren eigenen Händen liegt.

Mir ist dies selbst eine große Herzenssache, an der ich selbst jeden Tag wachse, da meine Söhne sich aktuell gerade in der beruflichen Orientierungsphase befinden. Ich glaube an Sie und vertraue darauf, dass Sie Ihren Weg gehen.

Der Karriere-Navigator für Jugendliche kann hier sehr gut helfen und den jungen Menschen die innere Sicherheit geben, welche berufliche Richtung für Sie ganz persönlich passt.

Herzliche Grüße

Michael

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.